Altar

Der Altar

wurde nach dem Wiederaufbau der Kirche von den beiden verwitweten Töchtern Werners von der Schulenburg auf Angern-Vergunst 1664 gestiftet.

Das Altarbild stellt die Kreuzigung Christi dar, das kleinere Bild darunter das letzte Abendmahl, das darüber die Auferstehung. Es ist eine einfache Handwerkerarbeit ohne künstlerischen Anspruch.

Beim Einbau des Gemeinderaums in die ehemalige Sakristei 1960 wurde der Altar um etwa 2 m nach vorn verschoben. Die beiden hölzernen Säulen in der Altarwand standen früher vor den Altarstufen. Diese Stufen verschwanden 1978, als der gesamte Altarraum erhöht wurde.

Auf der Rückseite des Altars befindet sich eine Inschrift:

„Nach dem Ao. 1626 diese Kirche nebst den Adellichen Heysern alhie verbrandt undt also zeitwerendes mehr als dreyzig jährigen Kriege wüste gelegen also man Kümmerlich den Gottesdienst darinnen verrichten können Aber der liebe Gott Anno 1650 den edlen Frieden wieder verliehen Als hat man hier nechst dieses Gottes Haus auch wieder zu bauen angefangen gestalt Ao. 1655 die Kirche wieder unter Dach und Boden gebracht, Ao. 1657 den Predigtstuhl, Ao. 1667 die Decke daraüber verfertigt worden. Ao. 1663 ward der Turm gebaut. Ao. 1664 haben die Hochedelgeborenen Frauen Frau Liebchen von der Schulenburg Lehrische wittibe und Frau Rixa von der Schulenburg Calbutzische wittibe H. Werner von der Schulenburg S. Töchter off Ihren Kosten diesen Altar verfertigen und vermahlen lassen.“

Altarkerzen
(mit Auszüge aus den Rechnungsbüchern)

Altarkerzen wurden anfangst selbst gegossen. 1717/ 19 erstmals erwähnt für Wachskerzen (7 5/8 lb) aus Magdeburg von H. Schaaf 3-16-3 Sie brannten nicht ständig auf dem Altar, jedenfalls aber beim Abendmahl, daher wurden die nächsten Altarkerzen erst 1723 gekauft (2-14-6), 1728 (3-17-6).
Nach dem GKR-Protokoll vom 12.8.1878 wurde das Anzünden der Altarkerzen am Sonntag angeordnet.Erst 1933 beschloß der kirchliche GV, daß die Kerzen jeden Sonntag brennen sollen.