Kirche in Uchtdorf

"Die Dorfkirche entstand in der ersten Hälfte des 13.Jh. unter dem Einfluss der Prämonstratenser und ihres Magdeburger Hauptklosters vom Anfang des 11. Jh. als eine der zahlreichen romanischen Kirchen der Altmark. Es ist ein flachgedeckter Feldsteinbau, eingezogen Chor und Apsis mit ansehnlichem Westquerturm, der aus der Achse des Schiffes abweicht. 1720 wird er durch den reizvollen Fachwerkaufsatz mit Schweifhaube und Laterne. ergänzt.
Im Kircheninneren sind der leicht zugespitzte Triumphbogen und einige Öffnungen in ihrer ursprünglichen Form erhalten. BeiRestaurationen wurden1950 Wandmalereien von etwa 1250 freigelegt. Umgeben von Zickzackbändernund Rankenwerk sieht man in der Apsis Reste des thronenden Christus zwischen den 4 Evangelisten und die 12 Apostel, über dem Apsisbogen aufsteigende Engel. Eine rundbogige hölzerne Sakramentsnische mit eisenbeschlagener Tür befindet sich in der nördlichen Apsiswand.
Der Schnitzaltar enstand in der ersten Hälfte des 16. Jh., im Mittelschrein die Madonna auf der Mondsichel mit 4 Kirchvätern, in den Flügeln die 12 Apostel in 2 Reihen unter kielbogigen Baldachinen. Die polygonale Kanzel mit pflanzlich ornamentierten Eckleisten stammt von 1720, ebenso die Taufschale, dieWestempore inschriftlich 1719. Der Glockenturm enthält drei gegossene Glocken inschriftlich zwei größere aus den Jahren 1893 und 1793 sowie eine kleinere 1693."

Ansprechpartner: Frau Helga Widdecke (Kirche Uchtdorf) Tel.: 03935/213518

Uchtdorf - ursprünglich Ottorf - wird 1375 im Landbuch Kaiser Karls de IV. erwähnt als von der Familie derer von Bismarck gekauft. Doch die Siedlung ist viel älter, denn bereits aus dem 6. Jh. v. Chr. sindgermanische Urnenfunde nachgewiesen und nach 800 die Besiedlungdurch Wenden.